7. Dezember 2017

07_adventsmomente_2017_andrea_hengstermann

Die Rüge zu Beginn des Advents

Der leuchtende Stern hing schon ein paar Tage vor dem 1. Advent. Die Rüge, dass das ja wohl nicht ginge, folgte sogleich. Wollte ich doch nur dem zeitlichen Stress etwas vorbeugen… Welches Sakrileg hatte ich scheinbar begangen? Ich fragte mich, woran ich denn eigentlich den Beginn des Advents festmache?

Die nächsten Tage verfolgte mich diese Frage, die Antwort fand ich am Vorabend zum 1. Adventssonntag: Advent beginnt für mich mit allen Sinnen (fast) gleichzeitig.

  • mit dem Duft des Tannengrüns beim Kranzbinden, der den ganzen Tag in der Wohnung anhält,
  • mit dem Funkeln der Kinderaugen, die morgens als erstes das kleine Schokoladentäfelchen aus dem Kalender holen (der auf jeden Fall immer der gleiche sein muss),
  • mit dem Geschmack von gebrannten Mandeln und dem immer zu heißen Kinderpunsch auf dem Weihnachtsmarkt,
  • mit der wohligen Wärme, die in einem aufsteigt, wenn man durchgefroren vom Markt zurück ist,
  • mit dem Klang der wunderschönen Adventslieder meiner Lieblings-CD,
  • mit dem flackernden und noch kleinen Licht am Adventskranz,
  • mit der Frage: Lies du uns noch was vor? Gibt es (nichts) Neues von den „Weihnachtsmäusen“?
  • mit der Stille, wenn ich meinen besonderen Adventskalender lese und Zeit für mich habe.

Danke, dass es nun Advent ist!

Andrea Hengstermann
Pastoralreferentin in der Hauptabteilung Pastorales Personal,  Leiterin Fort- und Weiterbildung des Erzb. Ordinariats Bamberg
Erzbistum Bamberg